roadtrip tag 1+2
aus meinem reisetagebuch vom 17. november 2012:
"hallo meine lieben daheim gebliebenen,
ich sitze jetzt gemütlich in meinem hotelbett in italien, und heute funzt das auch mit dem internet.
hab mir gestern das erleuchtete dinkelsbühl angeschaut, denn als ich ankam auf dem reiterhof von meiner hostess elfie, wurde es bereits dunkel. ich bin dann mit dem auto die 2 km zur altstadt gefahren und habe gleich einen parkplatz direkt vor einem der stadtore gefunden.


ich hab nach einer viertel stunde rumlaufen erschrocken festgestellt, dass ich meine mittagstablette noch nicht genommen habe, und so wurde es um kurz vor 18 uhr langsam zeit dafür. so schwenkte ich spontan ins goldene lamm ein und aß zur cola (und tablette) die obligatorischen nürnberger rostbratwürstchen mit sauerkraut.

gestärkt schaute ich mir anschließend die altstadt an. es war dunkel und nebelig, kaum menschen unterwegs, überall beleuchtete häuser, tore, türme, mauern und so weiter. im scheinwerferlicht waberte der nebel. eine sehr faszinierende stimmung, ziemlich "gothic" ;-). ich genoss das sehr und lief noch eine reichliche stunde herum. soooo schön und schnuckelig, dieses städtchen, absolut. das toppt görlitz.

gegen 19 uhr war ich zurück bei elfie. es sind dort immer pferdefreunde da. auf dem hof leben 70 pferde, eine hundefamilie zum züchten (im moment sind es 5), katzen, ein kamerunschaf und noch andere tiere. hier machen bis zu 70 kinder gleichzeitig ferien. neben dem reiten, hundeknuddeln usw. gibt es hier schwimmbecken, dampfbad und whirlpool für die kids.
ich hatte, da keine ferien, auch keine kinder da, ein 5-bett-zimmer mit klo und dusche für mich alleine, mit blick auf das hasengehege, wie ich am nächsten morgen feststellte.
ich hab abends mit im aufenthaltsraum gesessen und mit elfie & co. glühwein getrunken. elfie und ich quatschten noch bis nach halb zehn und dann gingen wir schlafen.
heute morgen um 9.45 uhr startete ich nach dem gemeinsamen gruppenfrühstück in richtung viganella. hat alles gut geklappt, in deutschland gab es sonne satt, in der schweiz viel nebel, dann wurde es aber immer klarer. die berge sind sooooo schön und sehr imponierend.

letzter stopp vor der passüberquerung san bernadino
ich hatte einen traumhaften sonnenuntergang mit goldener stunde zu erwarten, während ich den pass in san bernadino befuhr - der entgegen den nachrichten, als ich noch in österreich war, offen war. hat alles supi geklappt, auch wenn es sich für mich als jungfräuliche passüberquererin teilweise echt abenteuerlich anfühlte. während ich, angstgeimpft und katastrophen erwartend mit 60 den pass hochtuckerte - mehr gab mein laubfrosch nicht her - und auch mit 60 wieder runtertuckerte - dauernd vor jeder kurve bremsend - fahren die einheimischen ja wie die besengten und schieben eine dann natürlich vor sich her. aber, ich blieb cool und bin nur so schnell gefahren, wie ich mich sicher fühlte.
hinter dem pass wurde es auch gleich wieder milder, kein schnee mehr auf den bergen. als ich in locarno am lago maggiore ankam, war es bereits dunkel, und der see zeigte sich von seiner schönsten seite, die er zeigen kann, wenn die sonne untergegangen ist. die lichter der uferortschaften spiegelten sich im wasser und die neumondsichel stand am klaren himmel.
während der blauen stunde schipperte ich die schmale und kurvige straße den langen und schmalen see links liegend entlang. am anfang war noch viel verkehr und ich fuhr mit schnappatmung um meine karosserie fürchtend hochkonzentriert das bisschen platz entlang, das mir zum auto fahren zur verfügung stand. die einheimischen hatten offensichtlich überhaupt kein problem mit der engen kurvigkeit. aber irgendwann wurde es ruhiger und endlich war dieser see zu ende. mein ziel nahte. doch, in domodossola, kurz vor ultimo, irrte ich mindestens ne stunde umher und verfranste mich völlig. der sprit wurde langsam knapp und die tankstellen hatten geschlossen. und um 20 uhr war feierabend. ich smste meinem gastgeber thomas, was sache ist und er hat sich erkundigt, ob sonst alles gut bei mir ist. ich checkte im nächstbesten hotel ein.
für die empfohlene pizzeria bin ich zu kaputt, und so war die beste gelegenheit, mutters proviant anzureißen. also, abendessen gab es heute auf dem hotelzimmer. ungarische salami und pumpernickel.
jetzt ist es gleich 22 uhr und ich werde schlafen und morgen um 8 uhr aufstehen, frühstücken und dann die letzten 15 km hoffentlich gut finden. ich hab noch mal google maps gecheckt und mir notizen gemacht.
in diesem sinne, ich finde alles so aufregend und freu mich des lebens." 17. november 2012, domodossola, italien
"hallo meine lieben daheim gebliebenen,
ich sitze jetzt gemütlich in meinem hotelbett in italien, und heute funzt das auch mit dem internet.
hab mir gestern das erleuchtete dinkelsbühl angeschaut, denn als ich ankam auf dem reiterhof von meiner hostess elfie, wurde es bereits dunkel. ich bin dann mit dem auto die 2 km zur altstadt gefahren und habe gleich einen parkplatz direkt vor einem der stadtore gefunden.


ich hab nach einer viertel stunde rumlaufen erschrocken festgestellt, dass ich meine mittagstablette noch nicht genommen habe, und so wurde es um kurz vor 18 uhr langsam zeit dafür. so schwenkte ich spontan ins goldene lamm ein und aß zur cola (und tablette) die obligatorischen nürnberger rostbratwürstchen mit sauerkraut.

gestärkt schaute ich mir anschließend die altstadt an. es war dunkel und nebelig, kaum menschen unterwegs, überall beleuchtete häuser, tore, türme, mauern und so weiter. im scheinwerferlicht waberte der nebel. eine sehr faszinierende stimmung, ziemlich "gothic" ;-). ich genoss das sehr und lief noch eine reichliche stunde herum. soooo schön und schnuckelig, dieses städtchen, absolut. das toppt görlitz.

gegen 19 uhr war ich zurück bei elfie. es sind dort immer pferdefreunde da. auf dem hof leben 70 pferde, eine hundefamilie zum züchten (im moment sind es 5), katzen, ein kamerunschaf und noch andere tiere. hier machen bis zu 70 kinder gleichzeitig ferien. neben dem reiten, hundeknuddeln usw. gibt es hier schwimmbecken, dampfbad und whirlpool für die kids.
ich hatte, da keine ferien, auch keine kinder da, ein 5-bett-zimmer mit klo und dusche für mich alleine, mit blick auf das hasengehege, wie ich am nächsten morgen feststellte.
ich hab abends mit im aufenthaltsraum gesessen und mit elfie & co. glühwein getrunken. elfie und ich quatschten noch bis nach halb zehn und dann gingen wir schlafen.
heute morgen um 9.45 uhr startete ich nach dem gemeinsamen gruppenfrühstück in richtung viganella. hat alles gut geklappt, in deutschland gab es sonne satt, in der schweiz viel nebel, dann wurde es aber immer klarer. die berge sind sooooo schön und sehr imponierend.

letzter stopp vor der passüberquerung san bernadino
ich hatte einen traumhaften sonnenuntergang mit goldener stunde zu erwarten, während ich den pass in san bernadino befuhr - der entgegen den nachrichten, als ich noch in österreich war, offen war. hat alles supi geklappt, auch wenn es sich für mich als jungfräuliche passüberquererin teilweise echt abenteuerlich anfühlte. während ich, angstgeimpft und katastrophen erwartend mit 60 den pass hochtuckerte - mehr gab mein laubfrosch nicht her - und auch mit 60 wieder runtertuckerte - dauernd vor jeder kurve bremsend - fahren die einheimischen ja wie die besengten und schieben eine dann natürlich vor sich her. aber, ich blieb cool und bin nur so schnell gefahren, wie ich mich sicher fühlte.
hinter dem pass wurde es auch gleich wieder milder, kein schnee mehr auf den bergen. als ich in locarno am lago maggiore ankam, war es bereits dunkel, und der see zeigte sich von seiner schönsten seite, die er zeigen kann, wenn die sonne untergegangen ist. die lichter der uferortschaften spiegelten sich im wasser und die neumondsichel stand am klaren himmel.
während der blauen stunde schipperte ich die schmale und kurvige straße den langen und schmalen see links liegend entlang. am anfang war noch viel verkehr und ich fuhr mit schnappatmung um meine karosserie fürchtend hochkonzentriert das bisschen platz entlang, das mir zum auto fahren zur verfügung stand. die einheimischen hatten offensichtlich überhaupt kein problem mit der engen kurvigkeit. aber irgendwann wurde es ruhiger und endlich war dieser see zu ende. mein ziel nahte. doch, in domodossola, kurz vor ultimo, irrte ich mindestens ne stunde umher und verfranste mich völlig. der sprit wurde langsam knapp und die tankstellen hatten geschlossen. und um 20 uhr war feierabend. ich smste meinem gastgeber thomas, was sache ist und er hat sich erkundigt, ob sonst alles gut bei mir ist. ich checkte im nächstbesten hotel ein.
für die empfohlene pizzeria bin ich zu kaputt, und so war die beste gelegenheit, mutters proviant anzureißen. also, abendessen gab es heute auf dem hotelzimmer. ungarische salami und pumpernickel.
jetzt ist es gleich 22 uhr und ich werde schlafen und morgen um 8 uhr aufstehen, frühstücken und dann die letzten 15 km hoffentlich gut finden. ich hab noch mal google maps gecheckt und mir notizen gemacht.
in diesem sinne, ich finde alles so aufregend und freu mich des lebens." 17. november 2012, domodossola, italien
fremdes.selbst - 17. Dez, 06:28



