August 2012
Ich traf Stefan in Zittau. Er schrieb mich über Couchsurfing an und fragte ob wir uns mal für nen Kaffee oder ein Bier treffen wollen.
Wir trafen uns am Bahnhof, und er zeigte mir ein anderes Zittau als das touristische. Er erklärte mir was in welchen Gebäuden ist, zeigte mir die Hillersche Villa . Und ich lernte das erste Mal Hauswächter kennen. Das sind engagierte Menschen, die alte Häuser, um die sich keiner mehr kümmert und die dem Verfall preisgegeben sind, kostenfrei anmieten bei der Stadt und dafür sorgen, dass das Haus nicht noch mehr verfällt. Diese Menschen nutzen die Räumlichkeiten dann für kulturelle und soziale Projekte. Stefan führte mich durch so ein Haus, ein altes Herrenhaus im Zentrum Zittaus. Total verfallen, aber saubergemacht und halbwegs hergerichtet. Darin Ausstellungen, Fotogalerien und Seminarräume, Matratzen zum Übernachten und überall Sitzecken mit ausrangierten Sofas.... Ein Garten mit Lagerfeuer und Wasseranschluss. Ich war total begeistert. Einerseits die morbide Atmosphäre des alten ehemals sehr prunkvollen Hauses, und andererseits das unheimlich kreative Treiben darin. Eine saugute Sache, wie ich finde!
Stefan ist Religionspädagoge und somit hat er einen Schlüssel für "seine" Kirche. Ich durfte mir seinen Arbeitsplatz, ein kleines Gemeindehaus im Aufbauprozess sowie die Kirche von innen anschauen. In der Kirche zeigte er mir die Orgel und ich staunte wie komplex dieses Instrument ist! Und noch dazu war es ein altes mit liebervoller Verzierung. "Alle meine Entchen" habe ich aus respekttechnischen Gründen natürlich nicht gespielt, aber verschiedene Einstellungen und Töne durfte ich schon ausprobieren :) .
Und was ich dann noch durfte: Auf den Kirchturm klettern! Stefan ging vor, und machte die Luke auf. Was heißt "ging". Es passte immer nur eine Person durch das Holzgebälk über mehrere mehr oder weniger fest angenagelte Leitern und die Luke war wirklich nur eine Luke zum Kopfrausstrecken. Aber man hatte einen herrlichen Blick über die Stadt bis hin zum Zittauer Gebirge und über mir hing die Glocke. Die hätte ich läuten können :D ! Aber ich bin ja zum Glück gut erzogen.
Am Ende landeten wir im Emil, einem eingetragenen Verein mit Musikbühne, bisschen Jugendarbeit und einer kleinen Kneipe. Dort hatten wir dann Muße, was zu trinken und uns zu unterhalten. Wir tauschten uns über die Möglichkeiten von Couchsurfing aus und was man wie auf die Beine stellen könnte. Stefan ist da sehr interessiert dran, während ich eher erstmal nen langsamen und gemütlichen Gang einlege. Aber ich bejahte seine Frage, ob ich denn mitmachen würde. Zum Beispiel wenn er in der Zittauer Gruppe einen Tagesausflug nach Görlitz anbieten würde...
Stefan ist ein sehr sympathischer Mensch. Sehr ruhig aber dennoch kommunikativ, sehr intelligent und gebildet und vielseitig an Politik und Kultur interessiert. Eine sehr angenehme Gesellschaft! Deshalb hab ich ihn auch zum Gegenbesuch nach Görlitz eingeladen. :)
Ja, wie ihr merkt, habe ich an diesem Tag meinen Fotoapparat vergessen.... Shit happens... :(
Wir trafen uns am Bahnhof, und er zeigte mir ein anderes Zittau als das touristische. Er erklärte mir was in welchen Gebäuden ist, zeigte mir die Hillersche Villa . Und ich lernte das erste Mal Hauswächter kennen. Das sind engagierte Menschen, die alte Häuser, um die sich keiner mehr kümmert und die dem Verfall preisgegeben sind, kostenfrei anmieten bei der Stadt und dafür sorgen, dass das Haus nicht noch mehr verfällt. Diese Menschen nutzen die Räumlichkeiten dann für kulturelle und soziale Projekte. Stefan führte mich durch so ein Haus, ein altes Herrenhaus im Zentrum Zittaus. Total verfallen, aber saubergemacht und halbwegs hergerichtet. Darin Ausstellungen, Fotogalerien und Seminarräume, Matratzen zum Übernachten und überall Sitzecken mit ausrangierten Sofas.... Ein Garten mit Lagerfeuer und Wasseranschluss. Ich war total begeistert. Einerseits die morbide Atmosphäre des alten ehemals sehr prunkvollen Hauses, und andererseits das unheimlich kreative Treiben darin. Eine saugute Sache, wie ich finde!
Stefan ist Religionspädagoge und somit hat er einen Schlüssel für "seine" Kirche. Ich durfte mir seinen Arbeitsplatz, ein kleines Gemeindehaus im Aufbauprozess sowie die Kirche von innen anschauen. In der Kirche zeigte er mir die Orgel und ich staunte wie komplex dieses Instrument ist! Und noch dazu war es ein altes mit liebervoller Verzierung. "Alle meine Entchen" habe ich aus respekttechnischen Gründen natürlich nicht gespielt, aber verschiedene Einstellungen und Töne durfte ich schon ausprobieren :) .
Und was ich dann noch durfte: Auf den Kirchturm klettern! Stefan ging vor, und machte die Luke auf. Was heißt "ging". Es passte immer nur eine Person durch das Holzgebälk über mehrere mehr oder weniger fest angenagelte Leitern und die Luke war wirklich nur eine Luke zum Kopfrausstrecken. Aber man hatte einen herrlichen Blick über die Stadt bis hin zum Zittauer Gebirge und über mir hing die Glocke. Die hätte ich läuten können :D ! Aber ich bin ja zum Glück gut erzogen.
Am Ende landeten wir im Emil, einem eingetragenen Verein mit Musikbühne, bisschen Jugendarbeit und einer kleinen Kneipe. Dort hatten wir dann Muße, was zu trinken und uns zu unterhalten. Wir tauschten uns über die Möglichkeiten von Couchsurfing aus und was man wie auf die Beine stellen könnte. Stefan ist da sehr interessiert dran, während ich eher erstmal nen langsamen und gemütlichen Gang einlege. Aber ich bejahte seine Frage, ob ich denn mitmachen würde. Zum Beispiel wenn er in der Zittauer Gruppe einen Tagesausflug nach Görlitz anbieten würde...
Stefan ist ein sehr sympathischer Mensch. Sehr ruhig aber dennoch kommunikativ, sehr intelligent und gebildet und vielseitig an Politik und Kultur interessiert. Eine sehr angenehme Gesellschaft! Deshalb hab ich ihn auch zum Gegenbesuch nach Görlitz eingeladen. :)
Ja, wie ihr merkt, habe ich an diesem Tag meinen Fotoapparat vergessen.... Shit happens... :(
fremdes.selbst - 15. Aug, 22:17



